Die Studie zum B2B-Angebot von Buchverlagen
Potentiale werden nicht ausgeschöpft
Publikumsverlage im Internet: Eine aktuelle Bestandsaufnahme
Deutschsprachige Verlage versorgen ihre Businesskunden im Internet nur unzureichend. Sie geben Händlern,
Lehrern, Lizenznehmern und Journalisten nicht die Unterstützung, die sie
brauchen. Zu diesem Urteil kommt die aktuelle B2B-Studie "Publikumsverlage im
Internet" der Hamburger Unternehmensberatung Heinold, Spiller & Partner
in Zusammenarbeit mit der Münchner Content Business Agentur econcon. Einige
wenige Verlage zeigen jedoch, wie der Online-Service für diese wichtigen
Multiplikatoren funktionieren kann: dtv, Diogenes und Random House.
Keine Pressemitteilungen für Journalisten, keine Werbematerial-Bestellung
für Buchhändler, kein Ansprechpartner für Lehrer - wenn es um
Dienstleistungen für Businesspartner geht, geben die meisten Websites
deutscher Buchverlage ein schlechtes Bild ab. Im Web werden fast
ausschließlich Endverbraucher angesprochen. Für den Business-Kontakt jedoch
setzen die meisten das Internet nicht konsequent ein. Dies ergab die Analyse
"Publikumsverlage im Internet - Was Buchverlage ihren Businesszielgruppen
bieten", für die zwölf Websites deutschsprachiger Publikumsverlage evaluiert
und elf Interviews mit den für die Website Verantwortlichen geführt wurden.
Initiatoren der Studie sind die Unternehmensberatung Heinold, Spiller &
Partner in Zusammenarbeit mit der Münchner Agentur econcon.
Verlage und Methodik
Die Websites der Verlage wurden jeweils in den Kategorien "Struktur",
"Navigation" und "Inhalt für Businesskunden" bewertet. Am besten schnitten
dabei die Verlage dtv (1. Platz), Diogenes (2. Platz) und Random House (3.
Platz) ab. Die Website-Analyse zeigt deutlich, dass die Multiplikatoren im
Internet Kunden zweiter Klasse sind: Nur zwei der zwölf Verlage bieten
geschlossene Bereiche für ihre Business-Zielgruppen. Jeder vierte Verlag
versorgt die Presse ungenügend Ansprechpartner, E-Mail-Adresse oder
Telefonnummer sind keine Selbstverständlichkeit. Neun Verlage schicken einen
Newsletter an ihre Leser, doch der Handel bleibt bei solchen Aktivitäten
meistens außen vor.
Die Telefon-Interviews mit den Internetverantwortlichen belegen jedoch
einen deutlich positiven Trend: Die meisten Verlage wollen die
Informationsangebote und die Kommunikation für ihre Businesspartner
konsequent ausbauen. Dabei haben sie vor allem den Handel im Visier. Dass sie
die Businesskunden bislang vernachlässigten, gaben viele zu. Der Grund: In
den vergangenen zwölf Monaten haben sich die Verlage vor allem auf den Ausbau
ihrer Produkt-Datenbanken und die interne Prozessoptimierung konzentriert.
Ergänzend führten die Analysten zehn Interviews mit verantwortlichen
Zentraleinkäufern und Einkäufern des deutschen Buchhandels im Bereich
Belletristik durch. Die Interviews belegen: Die Händler haben ein starkes
Interesse an der Online-Kommunikation mit den Verlagen und sind an
zusätzlichen Informationen durchaus interessiert.
Inhalt
- Einleitung mit grundsätzlichen Überlegungen zu Zielsetzungen von
Verlagswebsites für Businesspartner
- Analyse und Bewertung von Websites folgender deutschsprachiger
Buchverlage: dtv, C.H.Beck, Droemer Knaur, Diogenes, DVA, Fischer,
Hanser, Piper, Random House, Rowohlt, Suhrkamp und Ullstein
- Interviews mit elf Website-Verantwortlichen der untersuchten
Verlagen
- Interviews mit 10 Buchhändlern zu ihren Anforderungen an Websites
- Erfolgsfaktoren
- Checklisten
Große Resonanz in der Fachpresse
Die Studie ist auf eine sehr große Resonanz in der Fachpresse gestoßen. So
schreibt das börsenblattin der Ausgabe 44/2004: "Die meisten
Publikumsverlage schöpfen das Potenzial der neuen Technologien bei weitem
nicht aus und begnügen sich häufig mit kostengünstigen Lösungen, lautet das
Resümee der Berater. Die Auswirkungen eines schlechten Online-Angebots werden
oftmals unterschätzt. Doch die Phase der reinen Imagepflege scheint vorbei zu
sein. Viele Verlage arbeiten intensiv an den Angeboten für ihre
Geschäftskunden. Angesichts der signalisierten Bereitschaft, neue
Business-Bereiche einzuführen, gehen die Verfasser der Studie davon aus, dass
die meisten Publikumsverlage ihre Geschäftspartner im Internet mittelfristig
kompetenter mit Informationen und Services versorgen. Andernfalls müssten sie
damit rechnen, im Wettbewerb mit innovativeren Konkurrenten
zurückzufallen."
Die Fachzeitschrift eMarket vom 15.07.04 urteilt unter der
Überschrift "Verlage kümmern sich zu wenig um Geschäftskunden": "Schlechten
Online-Service für ihre Geschäftskunden bescheinigt eine Studie den deutschen
Buchverlagen. Keine Pressemitteilungen für Journalisten, keine
Werbematerial-Bestellung für Buchhändler, kein Ansprechpartner für Lehrer
– im Internet werden fast ausschließlich Endverbraucher angesprochen,
so das Fazit der Studie 'Publikumsverlage im Internet'. Für den
Business-Kontakt jedoch setzen die meisten das Internet nicht konsequent ein.
Oft sind die Multiplikatoren im Internet Kunden zweiter Klasse, so die
Studie: Nur zwei der zwölf Verlage bieten geschlossene Bereiche für ihre
Business-Zielgruppen. Jeder vierte Verlag versorgt die Presse ungenügend -
Ansprechpartner, E-Mail-Adresse oder Telefonnummer sind keine
Selbstverständlichkeit. Neun Verlage schicken einen Newsletter an ihre Leser,
doch der Handel bleibt bei solchen Aktivitäten meistens außen vor. Für die
Studie wurden zwölf Websites deutschsprachiger Publikumsverlage untersucht
und elf Interviews mit den für die Website Verantwortlichen geführt. Am
besten schnitt dabei dtv ab; Diogenes kommt auf den zweiten, Random House auf
den dritten Platz. Initiatoren der Studie sind die Unternehmensberatung
Heinold, Spiller & Partner in Zusammenarbeit mit der Münchner Agentur
econcon."
Bestellangaben
Die Studie "Publikumsverlage im Internet - Was Buchverlage ihren
Business-zielgruppen bieten. Eine empirische Untersuchung" hat 62 Seiten, ist
durchgehend farbig und kostet 99,01 Euro (PDF-Datei) bzw. 139 Euro (Print),
jeweils inkl. Mehrwertsteuer und Versand, und kann bestellt werden bei
Heinold, Spiller & Partner (E-Mail-Bestellung
oder Download des Bestellfaxes) oder econcon (www.econcon.de).